Leistungen

Besondere
Wohnform

• Vollstationär • Aussenwohngruppe • Ambulant•

Gemeinsam Ziele Erreichen

Das Angebot der besonderen Wohnform im Quellpunkt Christiani e.V. richtet sich nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten der BewohnerInnen. Gemeinsam mit dem Träger der Eingliederungshilfe, z.B. dem Landratsamt, ermitteln wir im Hilfeplangespräch den Bedarf unserer KlientInnen. Als Leistungserbringer der Eingliederungshilfe ist es unsere Aufgabe, die BewohnerInnen bestmöglich darin zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen.

Zu den Wohnformen bei uns zählt das intensiv betreute Wohnen im Wohnheim Zunzingen und der Bereich der Wohngruppen in Müllheim.

Betreutes Wohnen bei uns kann vorübergehend, mittelfristig oder auch langfristig möglich sein. Ziel ist, nach einer vorübergehenden Zeit im intensiv betreuten Wohnbereich den Einzug in unsere Außenwohngruppe, eine WG oder Einzelwohnung zu erreichen. Die anfänglich intensive Zusammenarbeit im Wohnbereich soll sich mit erreichten Fortschritten nach einer schrittweisen Ablösung auf ein Mindestmaß im ambulanten Bereich verändern. Individuell abweichende Bedürfnisse und Ziele sind möglich und werden umgesetzt.

LEBEN

Unsere Angebote

Unsere Angebote sind in folgende Bereiche gegliedert:

  1. Der Heim- und Therapiebereich im Wohnheim Zunzingen für die Grund- und Basisversorgung, der Therapiebereich zum Erkennen und Erweitern von Ressourcen und Fähigkeiten
  2. Der Tagesstrukturbereich zur Förderung der Fähigkeiten zur Integration und Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben, d.h. Werkstatt, Hauswirtschaft, Garten und Kunsttherapie.
  3. Die Außenwohngruppe in Müllheim für die zunehmende Verselbstständigung
  4. Das ambulant betreute Wohnen in Müllheim und Umgebung als Übergang in die autonome Lebensführung.
  5. Unser entwicklungsorientiertes Stufenkonzept sieht prinzipiell (aber nicht in jedem Fall zwingend) eine sukzessive Veränderung der Wohnsituation von der intensiv betreuten in die ambulante Wohnform vor. Im Arbeitsbereich fördern wir die stufenweise Entwicklung über die therapeutische Tagesstrukturierung bis zu Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und weiterer Vermittlung.

Konzept

• Ganzheitliches Menschenbild •

Die Grundlage für unsere Arbeit ist ein ganzheitliches Menschenbild. Der Mensch besteht für uns nicht ausschließlich aus seinem Störungsbild. Er ist ein Wesen mit leiblicher, seelischer und individueller Ich-Ebene. Die Krankheit ist nur ein Teil seiner Persönlichkeit, neben vielen gesunden Anteilen, die es gilt zu stärken und wahrzunehmen. Das anthroposophische Phasenmodell der Lebensjahrsiebte besagt außerdem, dass nicht erreichte Fähigkeiten in einer bestimmten Lebensphase noch nachreifen können. 

• Vulnerabilitäts-theorie •

In unserer Arbeit gehen wir davon aus, dass schizophrene Störungen sich infolge von Stressoren und Umwelteinflüssen sowie persönlicher Disposition und Veranlagung entwickeln. Diese Vulnerabilität (Verwundbarkeit) der verletzlichen Persönlichkeit wird durch viele Faktoren beeinflusst, sodass auch viele verschiedene und individuelle Therapieansätze möglich sind. Die möchten wir in unserer Sozialtherapie aktiv gestalten.

• RECOVERY & Empowerment •

Der Begriff Recovery bedeutet Genesung und Erholung und ist eine Säule unserer Arbeit mit psychisch kranken Menschen. Wir betrachten die Genesung als Prozess, der darauf zielt, trotz und mit bestehender psychischer Erkrankung ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Mit unserer Arbeit wollen wir Ausgrenzung verhindern, Integration fördern und Möglichkeiten schaffen, am gesellschaftlichen Leben selbständig teilzunehmen. Ziel ist, den BewohnerInnen dadurch die größte Freiheit im Alltag zu ermöglichen.

Netzwerk

Wir arbeiten Zusammen

Wir arbeiten mit einem Netzwerk aus verschiedenen Partnern zusammen, um unsere KlientInnen bestmöglich zu fördern. Dazu gehören u.a. die Gemeinde Müllheim, Vertreter sozialer Einrichtungen in der Region, der Reha-Verein Müllheim, Christophorus Gemeinschaft Müllheim, die Lebenshilfe, weitere soziale Dienste wie sozialpsychiatrischer Dienst, Pflegedienste und zahlreiche potentielle Arbeitgeber. Wichtige Partner sind für uns das Zentrum für Psychiatrie Emmendingen, die Husemannklinik und die Rehaeinrichtung RPK Christiani in Albbruck.

Zielgruppe

Unsere KlientInnen

Wir arbeiten mit psychisch kranken Menschen, die in der Regel psychiatrische Diagnosen bereits haben. Unser Rahmen gilt allen InteressentInnen ab 18 Jahren, die einen Rahmen benötigen, der ihnen Möglichkeiten zur Entwicklung, Gesundung, Erholung, Heimaterfahrung und Neuorientierung bietet.

Wir nehmen PatientInnen auf, die nicht mehr akut behandlungsbedürftig sind und eine weitergehende Betreuung in einem intensiv betreuten oder ambulanten außerklinischen Rahmen benötigen.

Das Spektrum der Diagnosen liegt überwiegend im schizophrenen Formenkreis, aber auch Menschen mit Persönlichkeitsstörungen und Doppeldiagnosen sowie aus dem forensischen Bereich nehmen wir auf. Unser Konzept ist nicht auf Menschen mit primärer Suchtproblematik ausgerichtet.

Aufnahmeanfragen kommen vorwiegend aus den Landkreisen oder psychiatrischen Kliniken, wie dem Zentrum für Psychiatrie Emmendingen, der Husemannklinik Buchenbach oder der Universitätsklinik Freiburg. 

Ausschluss
kriterien

akute Suchterkrankung

„kognitiv-geistige“ Behinderung

körperliche Pflegebedürftigkeit

Aufnahme-voraussetzungen

  • Nach einer überstandenen akuten psychischen Krise wird ein Aufenthalt im geschützten Rahmen benötigt, um sich gesundheitlich, beruflich und im sozialen Miteinander weiter zu stabilisieren und Krankheitsrückfällen vorzubeugen.
  • Die durch die psychische Erkrankung eingeschränkte Belastbarkeit reicht nicht für eine selbständige berufliche und soziale Lebensführung aus.
  • Diagnostik, Basisbehandlung bzw. Akutbehandlung sind soweit abgeschlossen, dass darauf aufbauende rehabilitative Förderschritte erfolgen können.
  • Eine  medikamentöse Therapie ist, soweit notwendig, eingeführt.
  • Drogenfreiheit von mindestens 3 Monaten vor Aufnahme ist gegeben.

Fahrplan für Bewerber

Die Anfrage nach einem Wohnplatz wird in der Regel mit der Vereinbarung eines Vorstellungstermins in der Einrichtung beantwortet. Das Aufnahmeteam bietet ein Informationsgespräch mit Führung durch die Anlagen des Wohnheims an. 

Kostenzusagen müssen beim zuständigen Sozialhilfeträger beantragt werden und vor Aufnahme vorliegen. Bei der Aufnahme wird ein Wohn- und Betreuungsvertrag abgeschlossen, der die rechtliche Grundlage für Art und Umfang der Leistungen darstellt.

Wird ein 3-tägiges Probewohnen vereinbart, sollten die InteressentInnen aussagefähige Unterlagen wie Lebenslauf, Arztberichte u.a. Dokumente aus früheren Einrichtungen vorlegen. Das Probewohnen dient der Eignungsdiagnostik und wird intern dokumentiert. Eine Kostenzusage muss für das Probewohnen noch nicht vorliegen.

• Therapie- und Rehabilitationsplanung •

Bei Aufnahme in den Wohnbereich werden in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Leistungsträger im Rahmen eines Hilfeplans die notwendigen und erwarteten Ziele und Vorgehensweisen dokumentiert. Es erfolgt eine Einstufung in die Hilfebedarfsgruppe von 1-5. 

Die Bezugsbetreuung erstellt gemeinsam mit der KlientIn in regelmäßigen Abständen einen Förderplan, in dem kurz-, mittel- und langfristige Ziele dokumentiert werden. Dieser Plan wird halbjährlich evaluiert und mit der BewohnerIn erörtert.

• Probewohnen - Wie läuft es ab? •

Beim Probewohnen verbringen die BewerberInnen in der Regel 3-4 Tage bei uns, davon die Hälfte im Wohnheim Zunzingen, die andere in der Außenwohngruppe Müllheim. Je nach Situation und persönlicher Voraussetzungen kann aber auch nur in einem der Wohnbereiche probegewohnt werden. Währenddessen wird die Tagesstruktur besucht und an gemeinsamen Essen teilgenommen, um die Einrichtung kennenzulernen. 

Bei erfolgreichem Abschluss wird das Team gemeinsam mit der Bewohnerschaft über eine Aufnahme entscheiden und einen möglichen Einzugstermin mitteilen. Erfahrungsgemäß ist mit Wartezeiten zu rechnen, die zum Teil deutlich variieren können.