Leben

• Leben und Lernen in der Gemeinschaft •

Unser Konzept

„Herzlich Willkommen, liebe/r InteressentIn!

Es gibt sicher unterschiedliche Gründe, die Dich hierher geführt haben, Du hast Deine persönliche Vorgeschichte und wirst Deinen Lebensweg vielleicht bei uns fortsetzen. 

Der Quellpunkt ist eine Rehabilitationseinrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Das bedeutet, dass Du hier mit Menschen zusammentriffst, die einen Weg gehen und gleichzeitig auf der Suche nach etwas sind.

Jeder von uns ist einmal in seiner Gesundheitsgeschichte in eine schwere Lebenskrise gefallen und fand sich gezwungen, mit einer Erkrankung zu leben, die verschiedenste Schwierigkeiten nach sich zieht. Du kannst hier auf vielfältige Weise erleben, wie jeder Einzelne sein Leben meistert oder zu meistern versucht und sei Dir bitte bewusst, dass niemand perfekt ist und dies auch niemand sein muss. In einer Einrichtung wie dem Quellpunkt ist deshalb Toleranz eine wichtige Tugend, welche ein gutes Zusammenleben fördert.

Die Tatsache, dass Du hier mit anderen Kranken zusammenlebst, kann zwar sehr belastend sein, weil Dir vielleicht ein gewisses Maß an Normalität fehlt, es kann aber auch tröstend sein und Dir Mut machen weil Du die Erfahrung machen kannst, in deinen Problemen sowohl von Mitbewohnern als auch von „Fachleuten“ verstanden und angenommen zu werden.

Probleme wird Dir Deine Rehabilitation in irgendeiner Art und Weise vielleicht manchmal bereiten, denn das liegt in ihrer Natur. Der Quellpunkt versucht aber in erster Linie, ein Lebensraum zu sein, in dem Du Dich wohl fühlen kannst und darfst und Raum für Entfaltung hast. Genauso, wie es für Dich am besten passt und stimmig ist, solange Du Dich selbst und andere damit nicht gefährdest.“

Der Text stammt aus der Willkommensschrift unserer BewohnerInnen.

Medizinische Diagnostik & Versorgung

PsychoSoziale Betreuung

Psychiatrisch Pflegerische Betreuung

• Zusammenarbeit •

Zu unserer sozialtherapeutischen Arbeit gehört die enge Zusammenarbeit mit Fachärzten für Psychiatrie und Neurologie, Landrats- und Sozialämtern, gesetzlichen Betreuern und unterschiedlichen sozialen und medizinischen Diensten. Wenn eine gesicherte Diagnose vorliegt, kann die Behandlung nahtlos vom niedergelassenen Arzt weitergeführt werden. Arztbesuche werden von unseren Mitarbeitern mit den BewohnerInnen vorbereitet, besprochen und wenn gewünscht begleitet. Dies beinhaltet Motivationsarbeit sowie Evaluation und Umsetzung der empfohlenen Therapiemaßnahmen im Alltag, z.B. die regelmäßige Einnahme von Medikamenten. Langfristiges Ziel ist die selbstständige Gesundheitsfürsorge und die zuverlässige Einnahme von Medikamenten.
Darüber hinaus sind wir allgemein beratend tätig in der Krankheitsvorsorge und übernehmen wenn nötig auch die Terminvereinbarung.

• Gemeinschaftsleben •

Um das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt zu fördern, ist eine intensive psychosoziale Betreuung und Begleitung der BewohnerInnen im Alltag notwendig. Krankheitsbedingte Defizite werden hier thematisch bearbeitet.

Seelenpflege bedeutet Orientierung, Halt geben und Zuwendung bei der Überwindung von negativen Selbstbildern und Erlebnissen, d.h. wir nehmen die Befindlichkeiten und Ängste im Alltag unserer KlientInnen wahr und versuchen ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Dies kann durch Begleitung, persönliche und motivierende Gespräche sowie gemeinsame Arbeit im Alltag erreicht werden.

• Förderplan & Alltagstraining •

Aufgrund ihrer seelischen Befindlichkeit benötigen unsere KlientInnen Unterstützung in medizinischen, hygienischen und gesundheitlichen Belangen. Neben der allgemeinmedizinischen Versorgung, wie der Begleitung zum Facharzt, unterstützen wir unsere BewohnerInnen durch konkrete und praktische Hilfestellung und tägliche Trainings, ihre Basisversorgung zu gewährleisten und persönliche Ziele zu erreichen.

Die Bezugsbetreuung erstellt gemeinsam mit der KlientIn einen Förderplan, in dem kurz-, mittel- und langfristige Ziele dokumentiert werden. Dieser Plan wird halbjährlich evaluiert und neu erstellt und mit der BewohnerIn erörtert.

Soziale Kompetenz Erweiterung

Arbeits- & Ergotherapie

Krisen Intervention

• Selbstständigkeit Fördern •

Mit unserer Arbeit fördern wir:

die Verselbstständigung in der Eigenversorgung: z.B. 
Körperpflege, Raumpflege, Wäschepflege, Ernährung, Freizeitgestaltung, Umgang mit Geld, Vereinbarung und Wahrnehmen von Terminen, Einkaufsbegleitung, Bankgeschäfte und Kontoführung, Einlösen von Rezepten.

die Gestaltung sozialer Beziehungen:
Teilnahme am kulturellen Leben in der Gruppe, Unternehmungen, kulturelle Veranstaltungen in der Region, Hausurlaube, Beziehungen, Freundschaften, Eltern- und Kinderkontakte, gesetzliche Betreuung, Umgang mit Behörden oder Ämtern.

das Erlernen von:
Konfliktbewältigung, Impulssteuerung, Bewältigung von Antriebsschwächen, Ängsten, Unruhe, Akzeptanz der Erkrankung, Veränderung des Selbstkonzepts und Erarbeitung neuer Qualitäten im Umgang mit der Umwelt.

• Tagesstruktur •

Um die Persönlichkeits- entwicklung und Kompetenzen der KlientInnen zu fördern, ist ein tägliches individuell ausgerichtetes Training und lebenspraktische Begleitung erforderlich.

Durch die Mitarbeit in der Tagesstruktur, d.h. im Werkraum, der Hauswirtschaft, bei der Gartenarbeit und in der Kunsttherapie, werden Konzentration, Ausdauer und Strukturierung eingeübt.

Die (zeitliche) Planung einfacher oder komplexer Aufgaben wird hier erlernt und trainiert. Die Mitarbeit in der Hauswirtschaft dient als Lernfeld für die langfristig angestrebte Selbstversorgung.

Wichtig sind uns die gemeinsamen Mahlzeiten und eine gemeinschaftliche Tischkultur, in der jeder seinen Platz und seine Verantwortung hat.

• Krise als Chance •

Krisen sind Bestandteil des Lebens der betreuten Menschen und können in allen Lebenssituationen auftreten. Wir unterscheiden krankheits-, störungs- und behinderungsbedingte Krisen und solche, die durch soziale, familiäre Umstände entstehen können.

Oftmals sind es auch Überreaktionen des Umfeldes, die von Hilfesuchenden nicht angemessen verarbeitet werden können. Krisen bedürfen adäquater fachärztlicher Behandlung, wie auch verständnisvoller Begleitung durch unsere Mitarbeiter.

Krisen, die nicht intern aufgefangen werden können, werden je nach Qualität durch das professionelle Hilfesetting, z.B. Fachärzte, Fachdienste begleitet.

Dies kann auch eine Einweisung in eine Klinik bedeuten.

Aktivitäten

Sport & Freizeit

Schwimmen, Fußball, Wandern und andere sportliche Aktivitäten finden wöchentlich im Rahmen der Freizeitgestaltung im Wohnheim statt. Am Wochenende bieten wir im Wohnheim und der Außenwohngruppe oftmals begleitete Aktivitäten und Ausflüge an, z.B. in die Stadt, auf den Flohmarkt, ins Kino, zum Billard spielen, usw. und kochen gemeinsam. 

Feste

Um das gruppenübergreifende Gemeinschaftsleben zu stärken, bieten wir unseren BewohnerInnen persönlich und jahreszeitlich bedingte Festgestaltung an, wie z.B. Geburtstagsfeiern, Sommerfest, Grillfest, Osterbrunch, Weihnachtsfeier mit Geschenkübergabe und Silvester. Es soll das Heimatgefühl gestärkt, sowie Sicherheit und Geborgenheit vermittelt werden.

Ferien Freizeiten

Regelmäßig im Sommer finden die sogenannten Hausurlaube statt, die eng durch unsere Mitarbeiter begleitet und sozialtherapeutisch betreut werden. Unsere Reisen führen uns meist in das europäische Ausland, wie z.B. nach Frankreich oder Italien.